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RooseveltRegulierung ist unabdingbar und möglich
Zum Schluss zeigt der Film, dass diese Alternativen nicht nur seriös gerechnet sind. Sie sind auch bereits erfolgreich umgesetzt. Bis 1933 hatte es schon einmal etwa 100 Jahre lang eine scheinbar unbezwingbare Macht des Finanzkapitals und etwa alle 7 Jahre eine Krise gegeben. Dies schien wie ein Naturgesetz. Doch kurz nach der Weltwirtschaftskrise in 1929 begann US-Präsident Franklin D. Roosevelt mit einer grundlegenden Regulierung der Finanzmärkte. Mit dem sog. Glass-Steagal-Act wurden die Finanzinstitute gezwungen, sich zu entscheiden. Entweder sie sind eine streng regulierte Geschäftsbank, die sich auf die Sicherung von Einlagen und auf Kredite an die Realwirtschaft konzentriert. Oder sie entscheiden sich für das Wertpapiergeschäft, bei dem sie aber nur auf das Eigenkapital der Anteilseigner zurückgreifen können. Der Handel mit Derivaten wurde unterbunden. Später durfte dann auch keine Bank mehr einen Konkurrenten aus einem anderen US-Bundesstaat übernehmen. Keinem Finanzinstitut war es mehr erlaubt, systemrelevant zu werden. Die Wallstreet heulte auf und sagte Katastrophen voraus. Doch der Act hatte mehr als 60 Jahre Bestand und bescherte den USA, ja der Welt viele Jahrzehnte relativ stabile wirtschaftliche Verhältnisse.

Einen zweiten Roosevelt wird's kaum geben
Und dann kam 2008, und wir waren wieder bei Verhältnissen wie 1929. Dreimal hatten US-Präsidenten seit 1980 die Vorstandsvorsitzenden der Investmentbanken Goldman Sachs und Marrill Lynch zum Finanzminister gemacht, dann waren die letzten Reste des Glass-Steagal-Acts beseitigt und die Bestie des Derivaten- und Anleihehandels entfesselt.
Heute ist leider nirgendwo ein Roosevelt in Sicht. Und ein Trennbankensystem wie unter Roosevelt würde heute kaum die Macht der Finanzoligarchie ernsthaft beschränken können. Heute brauchen Politiker für eine Umkehr den Aufschrei der Aufgeklärten, den massiven Druck der breiten Masse der Bürger. Der US-Starökonom Nouriel Rubini fragt, was denn besser geworden sei seit der Freigabe des Derivatenhandels, was seit der Abschaffung jeder Beschränkung für Hedgefonds und Investmentbanken und was seit der steuerlichen Privilegierung von Großkonzernen und Reichen? Wann fangen wir an, den Märkten Fesseln anzulegen?

Demokratie hat in Zeiten des dominanten Finanzmarkts nur eine Chance, wenn Bürger anfangen, ihre Interessen in dem „Spiel der Milliarden" zu erkennen, die wesentlichen Strukturen und Mechanismen des Finanzkapitals zu durchschauen. „Wer Rettet Wen" wird ein Werkzeug dazu sein.

 

 

   
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