Contribution  

Donate using PayPal
Amount:
   
   
   

Förderung von unten
"Betrag" seit dem 20.05.2020

19.453,99 €

   

Rundbrief Juli 2020 -

Mit dieser Krise steht die ultimative Eurokrise bevor

 Die nächste Euro-Krise steht bevor,“ schreibt die der Panikmache unverdächtige FAZ. Was ab 2010 Griechenland geschah, droht 2020 Italien. Schon haben Ratingagenturen die Schulden Italiens auf Raschnivieau runter gewertet. Wie 2010 verhandeln 2020 wieder - nur noch zugespitzter - EU-Regierungen in Krisensitzungen über Rettungsschirme und Eurobonds. Waren die billionenschweren Rettungsversuche und die Austeritätsopfer der vergangenen Eurokrise für die Katz?

Der Euro war eine Fehlkakulation der herrschende Klasse in Frankreich und Italien. Sie wollte unbedingt den Euro mit der Hoffnung, unter dem Sparzwang der harten Währung der widerständigen Bevölkerung Zugeständnisse für eine profitablere Wirtschaft abringen zu können. Dieser Plan ist inzwischen am Widerstand der Bevölkerung gescheitert. Dort ließ man sich nicht so leicht wie in Deutschland unter Schröder ein Teil wirtschaftlichen „Kuchens“ abnehmen. Darüber hinaus haben die oberen 10.000 in Frankreich und Italien aber auch den Vorteil der eigenen Währung unterschätzt. Früher konnten sie ihre Währung immer abwerten, wenn die Profitabilität der nationalen Wirtschaft gesunken war.  Seit der Einführung des Euro ist das nicht mehr möglich - ein  systematischer Wettbewerbsnachteil, insbesondere seit Deutschland die Arbeitsschutzrechte widerstandslos deregulierte. In Frankreich galt dagegen noch bis zum letzten Jahr die 35-Stunden-Woche. Die Verschuldung dieser Länder steigt seither unaufhaltsam, trotz aller Austerität. So liegt der Anteil des öffentlichen Gesundheitssystems am Sozialprodukt in Italien heute bei 6,5 Prozent. In Deutschland ist er drei Prozentpunkte höher. Und trotz des irrsinnigen Sparzwangs hat dies das Auseinandertriften der EU nicht aufhalten können. Vor der Einführung des Euro lag das Vermögen der lohnabhängig Beschäftigten in Italien und Frankreich über dem in Deutschland. Mittlerweile ist ihr Vermögen im Verhältnis zu Deutschland um 40% gesunken. Für Wolfgang Streeck, emeritierter Direktor am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung, ist das die Zeitbombe des fortschreitenden Verfalls „Italiens, wahrscheinlich mit ein paar Jahren Abstand gefolgt von Frankreich.“

Die Europäische Zentralbank versucht da zwar dagegenzuhalten - jetzt mit Billionen Krisenhilfen. Zuvor hat sie schon für mehr als zwei Billionen Euro Staatsanleihen gekauft - übrigens nicht von den verschuldeten Staaten, sondern von privaten Banken, die auf den Staatsanleihen wie auf heißen Kohlen sitzen. Mehr als ein Schmerzmittel für die Pro-EU denkenden politischen Klasse in ist das aber nicht. Dabei ist Staatsfinanzierung der EZB eigentlich verboten. Die deutsche Regierung sieht da geflissentlich weg. Denn deutsche Konzern haben Vorteile davon: Die Schwäche der südeuropäischen EU-Länder senkt den Wechselkurs des Euro und hilft dem deutschen Export. Das wohl unvermeidliche Scheitern des Euro in der jetzigen Form wird man deshalb wohl kaum zulassen wollen. Wir allerdings müssen die neue Eurokrise fürchten: Neue Austeritätszwänge, Bankenrettungen und die gefährliche Aufblähung der Geldmenge durch EZB und EU werden alles nur noch verschlimmern.

Wir werdenKlugheit, Mut und Solidarität brauchen. In dieser Krise wollen wir 99,9% nicht wieder die 0,1% Reichen und Mächtigen retten. Unser Film „Wer Rettet Wen?“ zeigt eindringlich, wie das in der letzten Krise geschah. Wer aber seine Geschichte nicht kennt, läuft Gefahr, sie noch einmal tragischer zu erleiden. Deshalb entsteht eine neue Version des Films mit Namen „Wer Rettet Wen - Reloaded“.

Am 11. September 2020 wird die Premiere sein!

Ein Aktionstag gleichzeitig mit dem Neustart des Films „Der marktgerechte Mensch“ in möglichst vielen Filmveranstaltungen.


Die Planungen in fast allen Ländern der Erde und auch in der Europäischen Zentralbank  gehen davon aus, dass spätestens im nächsten Jahr die Wirtschaft wieder anspringt. Denn die Banken seien durch die Regulierungen nach 2007 ein sicherer Hort. Die u.a. für solche Prognosen verantwortlichen Berater und Organisatoren der Europäischen Zentralbank kommen interessanterweise vom Hedgefond Blackrock. Auch in der US-Zentralbank FED und in den Zentralbanken Kanadas, Irlands und Griechenlands sitzen hochrangigste Berater des Hedgefonds. Sie bereiten die Billionen schweren Anleihekäufe der Zentralbanken vor und verdienen kräftig an diesen Deals. Doch wozu aber brauchen eine EZB oder FED die Hilfe eines Hedgefonds?

Schon 2007/8 beriet Blackrock die FED bei der Platzierung der Rettungsbillionen. Der Hedgefond galt nicht als Bank und wurde daher nicht reguliert. Im Gegenteil, so verdiente Blackrock kräftig an der Finanzkrise. 2007 betrug ihr verwaltetes Vermögen 1,3 Billionen US-Dollar. 2019 betrug es schon 7,43 Billionen US-Dollar – mehr als das Doppelte des deutschen Bruttoinlandprodukts!

Ihr Geschäftsfeld sind „..Schulden- und Derivat-Investitionen“. Sie verdienen also an der weltweit wachsenden Verschuldung und verstehen es, mit Derivaten aus wenig Geld ganz viel zu machen. Sie „hebeln“ wie z.B. bei dem geplanten 750 Mrd. € Hilfsprogramm der EU. Davon sind nur 31 Mrd. € reales Geld aus EU-Haushalten. Der „Rest“ der Hilfen sind von Blackrock gehebelte Milliarden. Die Derivate des Hedgefonds können noch „viel mehr“. Sie helfen Konzernen, Verluste aus Bilanzen zu verbergen, jede Art Steuer zu vermeiden, Gewinne in riefkastenfirmen von Steueroasen verschwinden zu lassen.

Die regulären Banken wurden 2008-2012 durchaus reguliert. Aber seit Trump haben sie in den USA wieder alle Freiheiten. Die noch regulierten europäischen Banken haben aber gewaltige Portfolios an nicht rückzahlbaren südeuropäischer Staatsanleihen. Die neue Eurokrise ist im Anmarsch. Wenn Italien wackelt, wanken auch die europäischen Banken. Doch diesmal sind nicht die Banken die größte Gefahr. Hedgefonds wie Blackrock und große Fonds haben sich zu einem gewaltigen Schattenbanksystem entwickelt, das intransparent und unreguliert ist. Sie sind nun mächtiger als der gesamte Bankensektor und auch als die Zentralbanken. Sollte Herr Biden demnächst US-Präsident werden, ist der Chef von Blackrock Larry Fink bereits als Finanzminister avisiert.  Dann gibt es da auch Expertise für all die die Kreditausfallswaps und deren CDO-Pakete– nein, heute heißen sie CLOs – es ist heute ja alles anders und sicherer geworden! Nein, ein Platzen der Immobilienblase ist heute trotz 100 Millionen leer stehender neubebauter Wohnungen nicht mehr möglich. Oder?????


Rundbrief Mai 2020 - Aufruf zur Unterstützung des Filmprojekts „WER RETTET WEN Reloaded“

 Alle Welt redet von der „Corona- Krise“ – und mit Recht: Der Virus hat nicht nur unser Leben verändert. Er hat auch die Wirtschaft gelähmt. Allerdings hat diese Weltwirtschaftskrise schon weit vor Corona begonnen - eigentlich schon im Dezember 2018, als Finanzderivate fünf Billionen Dollar vernichteten – das sind 12 Jahre die Ausgaben des deutschen Bundeshaushalts! Die industrielle Produktion rutschte weltweit sogleich ins Minus. Zum Jahreswechsel 2019/20 war in China – schon vor Corona - die PKW-Produktion um 20% eingebrochen, weltweit um 9%. Satyajit Das, der Erfinder vieler Finanzdervivate, Finanzexperte und Protagonist unseres Film „Wer rettet Wen?“ meint dazu: „Der Covid 19- Virus ist angesichts der spekulativen Immobilienpreise, des Bankensystems und der wachsende Schuldenberge nur eine Stecknadel, die in eine riesige Blase sticht.“

 Deshalb rufen wir auf zur Unterstützung des Filmprojekts

Wer  Rettet   Wen?- RELOADED

Ein Film von Leslie Franke und Herdolor Lorenz, 79 Min.

 Helfen Sie mit, dass die aktualisierte Version des Films „Wer Rettet Wen?“ unter dem Titel „Wer Rettet Wen? Reloaded“ entstehen kann!

 Die Experten nennen die Rolle des Virus „Schwarzer Schwan“. Faktisch hat die Corona Pandemie als  Brandbeschleuniger gewirkt. Ein Großteil des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens wurde weltweit von einem zum anderen Tag herunter gefahren. Das gab es noch nie.  Aber Brandbeschleuniger gab es in jeder Krise. 2008 war das der Zusammenbruch der Lehman Brothers – für uns Menschen zunächst sicher nicht so wirksam wie Covid-19. Aber für die Wirtschaft hatte es eine ähnliche Wirkung. Stets werden die Krisen nach dem Brandbeschleuniger benannt. Die letzte Krise nannte man „Sub-Prime-Krise“ / 1974/75, die erste große Krise seit der Weltwirtschaftskrise 1929-33, nannte man „Ölkrise“ / die Krise um 2000 „Dot com“ und die augenblickliche „Corona-Krise“. Nein, mit dem Kapitalismus und seinen zyklischen Krisen alle 8-10 Jahre (1974-1982, 1982-1990, 1990-2000, 2000-2009, 2009-2019) hat das nichts zu tun….

 Wäre es 2020 nicht Corona gewesen

so hätte etwas anderes die Krise zum Kochen gebracht. Und doch ist die allgemein akzeptierte Sprachregelung: „Die Covid-19-Pandemiestürzt die Welt in eine nie da gewesene Wirtschaftskrise“.  Es ist der Virus vor dem wir uns fürchten sollen! Das hilft – man kann es kaum glauben - den Mächtigen der Welt. In den Kliniken Frankreichs streikten die Pfleger*innen (und hunderttausende aus anderen Berufsgruppen) seit Monaten gegen die neoliberale Rentenreform und den profitorientierten Ausverkauf im Gesundheitssektor. Mit dem Corona-Zwangsregime war der Streik gebrochen. In Chile hielten bis Februar tagtäglich Massendemonstrationen die Hauptstadt Santiago im Griff. Jetzt patroulliert dort nur noch das Militär. In Deutschland waren die Beliebtheitswerte der Regierung seit Jahren im Keller. Jetzt sind sie bei 80%. Die Regierung unser Retter.

 Das plötzliche Herunterfahren eines großen Teils des gesellschaftlichen Lebens hat uns vielleicht noch isolierter gemacht. Aber wir werden neuen Mut und Solidarität brauchen, damit in dieser Krise nicht wieder wir, die 99,9% für die Krise der 0,1% Reichen und Mächtigen zahlen müssen! Unser Film „Wer Rettet Wen?“ zeigt eindringlich, wie das in der letzten Krise geschah. Wer seine Geschichte nicht versteht, läuft Gefahr, sie noch einmal tragischer zu wiederholen. Deshalb entsteht eine aktuelle Version des Films mit Namen „Wer Rettet Wen - Reloaded“.

 Seien Sie gewappnet! Lernen Sie aus der letzten Krise. „Wer Rettet Wen - Reloaded“ wird Ihnen dabei helfen.

 Mit jeder Spende sind Sie Förderer/in des Filmes. Ab 20 € erhalten Sie von „Gemeingut in BürgerInnenhand“ eine DVD-Kopie oder HD-Mov-Datei mit der Lizenz zur nichtkommerziellen Vorführung

 Zahlungen bitte auf das Konto: Empfänger: Wer Rettet Wen - Reloaded, GLS Bank, IBAN: DE49430609672020346200, BIC: GENODEM1GLS oder auch per PayPal 



   
Facebook Image
   

Supporter  

   

Reichtums-Uhr